Frameserving

VirtualDub

Ihr seht hier nun meinen eigenen Erklärungsversuch, das Thema Frameserving anzuschneiden. Er wird auch zum Erfolg führen, wenn Ihr im Umgang mit den Programmen, die darauf folgen, vertraut seid. Ich empfehle aber trotzdem, die sehr gute Schnittstelle dieser Anleitung mit der Guide Sammlung von Michael Gleitz (externer Link) zu nutzen. Dort beschreibt er den kompletten Weg zur fertigen SVCD bzw. DVD.

Leider ist das Ausgabeformat von VirtualDub auf alle möglichen Arten von avi beschränkt. Diejenigen von Euch, die eine VCD, SVCD oder DVD erstellen möchten, stehen jetzt vor einem Problem. Eine VCD benötigt MPEG1, eine SVCD sowie auch eine DVD MPEG2. Dies ist mit VirtualDub aber nicht möglich. Was ist nun zu tun, zumal wir die hervorragenden Filter und Bearbeitungsmöglichkeiten von VirtualDub nutzen möchten ?
Wir bedienen uns einfach eines Tricks. VirtualDub bietet die Möglichkeit, den Film zur weiteren Bearbeitung an ein anderes Programm weiterzureichen. Dieses Prozedere nennt sich Frameserving und funktioniert so:

Als erstes muß der Frameserver installiert werden. Dazu öffnet Ihr das Programm AuxSetup, das sich in Eurem VirtualDub Ordner befinden sollte.

Ein Klick auf "Install Handler" und zweimal "OK" und die Frameserver Unterstützung ist installiert.
Danach könnt Ihr das Programm wieder schließen.

Nun ist der Film in VirtualDub entsprechend herzurichten, wie er dann auch codiert werden soll, also Filter einsetzen, Werbung schneiden etc.. Danach Video -> Compression -> (Uncompressed RGB) wählen, da die Codierung ja über ein anderes Programm erfolgen soll

Durch File -> Start Frameserver erscheint folgendes Fenster, in das Ihr einen Namen eintragen müßt, z.B. "test.avi".
Ein Klick auf "Start" läßt den Frameserver beginnen.

Bevor es richtig losgehen kann, muß das Skript noch einen Namen erhalten.
Wichtig ist dabei die Endung vdr, also z,B. "test.vdr"

Nun seht Ihr, daß VirtualDub bereit ist, Daten an ein anderes Programm zu liefern.

Jetzt öffnet Ihr die Datei "test.vdr" in dem Programm, das die Codierung in Euer Format vornehmen soll, z.B. TMPEGEnc, stellt es entsprechend Euren Wünschen ein und beim Beginn der Codierung liefert VirtualDub nach und nach die Daten an das Programm, bis der Film fertig codiert wurde.

Auf die Codierung selber gehe ich hier nicht weiter ein. Zu diesem Thema gibt es genügend andere Anleitungen, z.B. auf der Deutschen Doom9 Seite im Bereich der Guides:
Formatumwandlungs-Guides oder VCD&SVCD Guides

Mehr zum Thema Frameserving gibt es direkt von Avery Lee auf seiner Seite:
http://www.virtualdub.org/docs_frameserver
 

Avisynth

Eine andere Möglichkeit, seine gecaptureten Dateien zur Umwandlung zu übergeben, besteht darin, ein avisynth-Skript zu schreiben. Diese "Zu-Fuß-Methode" macht den Filtereinsatz oft noch variabler und der Rechner wird etwas entlastet, da VDub und Encodierprogramm nicht gleichzeitig laufen müssen. Daß diese Methode für den Anfang komplizierter ist, läßt sich vermuten. Wer mehr über solche Skripte wissen möchte, der werfe einen Blick auf die AviSynth-Homepage und die hervorragende AviSynth - Referenz von Gleitz. Vielen Dank für die Unterstützung auf Doom9.de.



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Last edited on: 03/06/2003 | First release: 10/22/2002 | Author: BaronVlad | Content by Doom9.de | Partner Gleitz.de